Ich und Ls, oder wie ich versuchte endlich mal zum Spielen zu kommen

  • Bauer Kuhlman

    Der name ist aus meiner Heimzeit in Ahe, ein Dorf an der Wesser bei Rinteln, und gehört einen schon verstorbenen Bauern bei dem ich neben der Heimzeit, beinahe jeden Tag verbracht habe da der Hof direkt neben unserem Haus lag.

    Wie ich auf dem Hof gelandet bin, ist eigendlich als Strafe gedacht gewesen, wurde dann aber über die Jahre, mehr zum zweiten Zuhause, als ich mit einem anderen Bewohner vor der Haustür stand und sie auf der anderen seite der Einfahrt die Rückseite der Scheune auftat, und ich denn spontanen Gedanken auf eine Wette bekam.

    Die Scheune hatte unterm Dach den Kornboden über die ganze länge hinweg, und drei neben einander liegende Fenster , die alle durch kleinere rechteckige Fenster aunterteilt waren, und man das korn wie in einer kurve eines diagrams von rechts nach links über alle drei Fenster abfallend erkennen konnte.

    Diese eigendlich nicht so nette wette gestalltete sich darin, das man versuchen sollte mit einem kleinen Stein so nahe wie möglich oberhalb der Korngrenze die Scheibe zu treffen.

    Und wie sollte es anders sein, ich hatte die idee, ich machte denn anfang, und ich traf auch gleich ins Schwarze, nämlich genau unterhalb der Grenze. Unsere zusammenkunft vor der Haustür löste sie sehr schnell auf, ich ging aufs zimmer und hofte das beste. Irgendwan später hörte ich dann lautes Gerede, und wie sollte es anders sein , meinen namen. So lernte ich Bauer Kuhlman, und das leben auf dem Hof, über die Strafarbeitszeit hinaus kennen. Irgendwan brauchte ich in denn Ferien nicht einmal mehr nach Hause fahren, die ja sowiso lieber ihre ruhe haben wolten , was mir ganz recht war , denn bei drei erwachsenen Töchtern auf dem Hof die alle aus dem Haus waren und für ihr leben was anderes geplant haben, wurde Ich, mehr und mehr in denn Hof intigriert und durfte immer mehr eigen initiative anlegen. Du bist 10, und wohnst seit 2 jahren nicht mehr zu Hause, wo du bestraft wirst weil du aus neugier deine Schreibtischlampe auseinander genommen hast, und fährst jetzt, für deine verhältnisse mit nem riesen Fendt durchs Dorf um sachen zu machen, während man zu Hause nicht mal den Videorekorder anrühren durfte. Und so verblasste die Wut über das eigene zu Hause mehr und mehr, und hat sicherlich , da ich wirklich jede freie minute genutzt habe dem Heim, und mehr oder weniger der Angehörigen zusamenkunft aus dem weg zu gehen, dazu beigetragen das ich nicht all zu sehr von denn negativen eindrücken des Heim und Famillien leben gefangen wurde, denn es ging mitte der 80er noch ziemlich krass zu im Heim und es hätte mich auch anders daraus hervorkommen lassen können.

    Ich denke, das ich denn grössten Teil meines heutigen Karakters dieser Bauernfamillie zu verdanken habe, die trotz meiner Eskapaden, die ich hin und wieder habe durch kommen lassen, über alles hinweg gesehen haben. Letztendlich wurde ich zum ende der regulären Heimzeit vor die Wahl gestellt, weiterhin über Heim und knute des Jugendamtes zu bleiben oder hin zu den Grosseltern. Der Ruf der Uneingeschränkten freiheit und möglichkeiten ließ mich trotz der schönen zeit an der Wesser, weiter ziehen.

    Die Fragen was vielleicht geworden währe wenn ich da geblieben währ, sind an manchenTagen selbst heute noch present, aber ich bereue nichts, und durch die Erfahrungen die ich bis heute gemacht habe, weiss ich, das Ich ein eher rastlosser mensch geworden bin und den bezug zum Famillien leben eher aus dem weg gehe.
    Und dank der Spieleindustrie habe ich ganz neben bei eine möglichkeit, einen teil der Vergangenheit, für besondere Menschen am leben zu erhalten.

    mfg B.K